Sind Baby-Fotos in der Cloud sicher?

Die ehrliche Antwort hängt davon ab, was Sie mit „sicher“ meinen – sicher vor Hackern, sicher vor dem Anbieter, sicher für zwanzig Jahre. Hier sind die echten Risiken und was Sie konkret tun können.

Die drei Risiken, auf die es wirklich ankommt

  • Konto-Kompromittierung. Jemand erhält Ihr Passwort und meldet sich an. Dieses Risiko lässt sich durch ein starkes, einzigartiges Passwort und Zwei-Faktor-Authentifizierung nahezu vollständig ausschalten.
  • Anbieterzugriff. Das Unternehmen, das Ihre Fotos hostet, kann sie lesen, mit maschinellem Lernen analysieren und auf gerichtliche Anordnung an Strafverfolgungsbehörden weitergeben. Dagegen schützt nur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
  • Langfristige Richtlinienänderungen. Nutzungsbedingungen ändern sich. Funktionen ändern sich. Ein Dienst, der Ihre Fotos heute nicht analysiert, tut es vielleicht in fünf Jahren. Gegenmaßnahme: Einen Dienst wählen, dessen Geschäftsmodell nicht von Ihren Fotos abhängt, oder einen mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Was „sicher“ bedeutet – im Ranking

  1. Ende-zu-Ende-verschlüsselter Dienst (iCloud mit Erweitertem Datenschutz, ente) – der Anbieter kann Ihre Fotos buchstäblich nicht lesen.
  2. Private, nur-auf-Einladung Familien-App (Clann) – keine öffentliche Exponierung, kein KI-Training, keine Werbung. Der Anbieter ruft Fotos technisch ab, um sie auszuliefern, wertet sie aber nicht aus.
  3. Gewöhnlicher Cloud-Speicher (iCloud ohne Erweiterten Datenschutz, Google Fotos, OneDrive) – sichere Infrastruktur, aber der Anbieter setzt ML ein und hat Zugriff auf Fotos.
  4. Soziale Netzwerke (Facebook, Instagram) – für ein dauerhaftes Familienarchiv nicht empfehlenswert; Beiträge können für KI-Training genutzt und gescrapt werden.

Praktische Empfehlung

  • Ein primäres Zuhause für Familienfotos wählen. Eine private Familien-App wie Clann ist das, was die meisten Familien zum Teilen und Stöbern wollen; ente oder iCloud mit Erweitertem Datenschutz, wenn absolute Verschlüsselung wichtiger ist als Familien-UX.
  • Ein unabhängiges Backup anlegen. Eine externe Festplatte, die Sie zweimal im Jahr anschließen, oder eine zweite Cloud. Beide Kopien nicht beim selben Anbieter aufbewahren.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung auf jedem Foto-Konto aktivieren. Die meisten Konto-Verluste sind passwortbedingt.
  • Wichtige Fotos ausdrucken. Papier überdauert die meisten Dienste und benötigt im Jahr 2045 kein Abonnement.

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