Was ist Sharenting? Die versteckten Risiken und was du stattdessen tun kannst
Das durchschnittliche Kind hat über 1.300 Fotos von sich online, bevor es 13 Jahre alt wird – die meisten davon von den eigenen Eltern gepostet. Hier erfährst du, was Sharenting wirklich bedeutet, warum es wichtig ist und wie du Familienmomente privat teilen kannst – ohne die Risiken.
Was bedeutet "Sharenting"?
Sharenting (ein Kunstwort aus "Sharing" und "Parenting") bezeichnet das Posten von Fotos, Videos und Berichten über Kinder auf öffentlichen sozialen Netzwerken. Es fühlt sich natürlich an – du bist stolz, die Familie ist weit weg und alle anderen tun es auch. Aber jeder Beitrag fügt dem digitalen Leben deines Kindes eine dauerhafte Spur hinzu, der es nie zugestimmt hat.
Die echten Risiken des Sharentings
- Digitaler Kinderraub Fremde stehlen Fotos deines Kindes aus sozialen Medien, um sich als Eltern auszugeben oder falsche Identitäten zu erstellen.
- KI-Training Meta und andere Plattformen nutzen öffentliche Beiträge, um KI-Systeme zu trainieren – einschließlich Gesichtserkennung.
- Grundlage für Identitätsdiebstahl Geburtsdaten, vollständige Namen und Wohnorte werden in Bildunterschriften preisgegeben.
- Kontakt zu unerwünschten Personen "Private" Accounts sind selten so privat, wie Eltern annehmen.
- Dauerhafter digitaler Fußabdruck Zukünftige Arbeitgeber, Partner und Schulkameraden werden diese Beiträge finden.
- Verlust der Selbstbestimmung Dein Kind kann dir mit 2 Jahren nicht sagen, dass es das Badewannenfoto mit 22 Jahren nicht im Internet haben möchte.
Warum Privatsphäre-Einstellungen nicht ausreichen
Selbst "Nur Freunde"-Beiträge können per Screenshot geteilt werden. Plattformen ändern Datenschutzstandards ohne Vorankündigung. Markierte Fotos erscheinen auf den Konten anderer. Datenpannen passieren. Der einzig wirkliche Schutz ist, Inhalte gar nicht erst auf einer öffentlichen Plattform zu veröffentlichen.
Die sichere Alternative: Privates Teilen in der Familie
Du kannst jeden besonderen Moment mit Großeltern, Geschwistern und engen Freunden teilen – ohne die Risiken des Sharentings. Clann ist genau dafür entwickelt worden:
- Nur auf Einladung zugängliche Familiengruppen Nur Personen, die du einlädst, können jemals Fotos sehen.
- Kein KI-Training Das Gesicht deines Kindes wird niemals zum Trainieren von KI-Systemen verwendet.
- Keine Werbung, kein Datenverkauf Deine Familie ist nicht das Produkt.
- Nicht von Suchmaschinen indexiert Google wird die Fotos deines Kindes niemals anzeigen.
- Web-Zugang für Großeltern Kein App-Download erforderlich.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Sharenting?
Sharenting ist ein Kunstwort aus "Sharing" (Teilen) und "Parenting" (Elternsein) – die Praxis, bei der Eltern Fotos, Videos und Informationen über ihre Kinder auf sozialen Plattformen wie Facebook, Instagram und TikTok veröffentlichen. Auch wenn es harmlos erscheint, hinterlässt Sharenting einen dauerhaften digitalen Fußabdruck für das Kind, bevor es alt genug ist, dazu einzuwilligen.
Ist Sharenting gefährlich?
Ja, Sharenting birgt echte Risiken: (1) Digitaler Kinderraub – Fremde stehlen Fotos, um dein Kind zu imitieren, (2) KI-Training – Plattformen nutzen das Gesicht deines Kindes, um Gesichtserkennung zu trainieren, (3) Identitätsdiebstahl – Geburtsdaten, vollständige Namen und Wohnorte werden preisgegeben, (4) Unerwünschte Kontakte – öffentliche Fotos erreichen unbeabsichtigte Personen, (5) Dauerhafter digitaler Fußabdruck – Fotos, die dein Kind bis ins Erwachsenenalter begleiten. Studien zeigen, dass das durchschnittliche Kind bis zum 13. Lebensjahr über 1.300 Fotos von sich online hat.
Was ist digitaler Kinderraub?
Digitaler Kinderraub bedeutet, dass jemand Fotos deines Kindes aus sozialen Medien stiehlt und sie erneut postet, so als wäre das Kind seins. Dies wird häufig in "Baby-Rollenspiel"-Gemeinschaften, bei Betrug oder zur Erstellung gefälschter Identitäten verwendet. Da die meisten Eltern mit öffentlichen oder wenig eingeschränkten Privatsphäre-Einstellungen posten, ist dies erschreckend verbreitet.
Verwenden Social-Media-Unternehmen die Fotos meines Kindes für KI?
Viele tun es. Meta (Facebook und Instagram) hat bestätigt, öffentliche Beiträge für das KI-Training zu nutzen. Fotos, die in Google Fotos und andere Cloud-Dienste hochgeladen werden, können ebenfalls gescannt werden. Sobald ein Foto für KI-Training verwendet wurde, kann es nicht mehr aus diesen Modellen entfernt werden. Private Foto-Sharing-Apps wie Clann nutzen Fotos ausdrücklich nicht für KI-Training.
Was soll ich stattdessen tun?
Nutze eine private, nur auf Einladung zugängliche Familienfoto-App wie Clann, bei der nur Personen, die du einlädst, Fotos sehen können. Deine Fotos werden niemals für KI-Training genutzt, niemals Werbetreibenden gezeigt und niemals von Suchmaschinen indexiert. Familienmitglieder können Updates sehen und Kommentare oder Sprachnachrichten hinterlassen – genau wie in sozialen Medien, nur privat.
Kann ich Familienmitglieder bitten, aufzuhören, mein Kind zu sharentern?
Ja, und viele Eltern tun das. Erkläre ihnen höflich deine Datenschutzbedenken und biete eine Alternative an – zum Beispiel, indem du sie in eine private Familiengruppe auf Clann einlädst, wo sie alle Fotos und Updates sehen können, ohne etwas öffentlich teilen zu müssen. Die meisten Großeltern wechseln gerne, wenn sie die Risiken verstehen.
Was ist das "Recht auf Vergessenwerden" für Kinder?
Einige Länder (insbesondere in Europa) erkennen das Recht eines Kindes an, Informationen über sich löschen zu lassen. In Frankreich gibt es spezifische Gesetze gegen Sharenting. In den USA gibt es weniger Schutzmaßnahmen – was es für Eltern noch wichtiger macht, von Anfang an datenschutzbewusste Entscheidungen zu treffen, da das nachträgliche Entfernen von Fotos äußerst schwierig ist.
Teile Familienmomente ohne Sharenting
Bleib deiner Familie nah, ohne einen öffentlichen digitalen Fußabdruck zu hinterlassen. Clann ist kostenlos zum Herunterladen.
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